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Sind Gold und Silbermünzen eine gute Anlageform?

Seit dem Entdecken von Gold und Silber üben diese Metalle durch ihren Glanz eine Faszination auf die Menschen aus. Vielleicht wurden deshalb Gold und Silber schon vor Jahrtausenden als Zahlungsmittel akzeptiert.

Auch heute noch gibt es Länder, in denen offiziell mit Gold- und Silbermünzen bezahlt wird. Als Wertanlage gewinnen Gold- und Silbermünzen immer mehr an Bedeutung. In unzähligen Ländern werden neben der offiziellen Währung auch Gold- oder Silberprägungen vorgenommen.

Entscheidend, ob eine Münze in seine Sammlung aufzunehmen ist, oder nicht ist, welchen Nennwert sie gegenüber ihrem tatsächlichen Metallwert hat, ob sie ein schönes Motiv besitzt oder ob sie auch in kleinen Stückelungen zu haben ist. Die Kaufgründe der Sammler sind fast so vielseitig wie die Sammlerstücke selber.

Shops für Münzen aus Gold und Münzen aus Silber

Sammlerstück, Anlagewert oder Zahlungsmittel?

Münzen aus Gold und Münzen aus Silber – Sammlerstück, Anlagewert oder Zahlungsmittel?
Fast jede Münze ist zu ihrem Nennwert auch als Zahlungsmittel zugelassen. Es gibt neben Gold-Franc, American Buffallo Gold, Australien Nugget, Chile Pesos Gold, Dinar Gold, Lire Gold, Lunar Drache Gold, Tschernowez Rubel Gold noch zahlreiche andere Goldstücke, am bekanntesten dürften aber das Schweizer Vreneli, der Philharmoniker und der Krugerrand sein, letzterer eindeutig die beliebteste und bekannteste Goldmünze überhaupt.

Den Krugerrand oder bei uns „Krügerrand“ gibt es nur als Goldvariante. Zu den 916/1000 Teilen Gold wird als Kratzschutz Kupfer hinzugefügt, was der Münze ihren rötlich-goldenen Schimmer verleiht. Er wird seit 1967 geprägt. Neben der 1/1 Unze gibt es seit 1984 auch ¼, ½ und 1/10 Unze-Münzen. Einzelne Jahrgänge sind unter den Sammlern sehr beliebt, da die Auflagenhöhe des Krugerrands stets unterschiedlich war.

Das Gold Vreneli wurde bis 1949 in der Schweiz mit einem Nennwert von 20 Franken geprägt. Einige wenige 100-Franken-Münzen in Gold gibt es außerdem. Es wurden mal 5000 Stück geprägt, teilweise aber wieder eingeschmolzen. Sie erzielen stets höchste Sammlerpreise. Mit 900/1000 Anteilen Gold hat sie bei knapp 6,5 Gramm Gewicht einen Feingoldanteil von 5,8 Gramm.

Der „Wiener Philharmoniker“ ist Österreichs bekannteste Anlagemünze mit einem Feingoldgehalt von 99.99 % also 24 Karat. Er ist Europas meist verkaufte Goldmünze. Bis zur Euroeinführung war der Nennwert 1000 Schilling, danach 100 Euro. Seit 2008 ist diese auch als Silbermünze erhältlich.

Bei der Silberfraktion gibt es den American Eagle Silber, Andorra Silber, Deutsches Kaiserreich Silber, Koala Silber, Lunar Silber, Maple Leaf Silber neben den bekannten 10 Euro Silber, dem Silber Panda und dem Maria-Theresien-Taler.

Von 1953 bis 1979 wurden Gedenkmünzen in Silber zum Nennwert von Fünf Deutsche Mark herausgegeben, er folgten jene mit 10 DM Nennwert. Von den 43 Gedenkmünzen zu 10 DM waren 29 Motive mit einem Silberanteil von 625/1000 der Rest in 925/1000 Sterling-Silber. Ab Januar 2002 erfolgte sie Umstellung auf Euro. Seither gibt es jedes Jahr 5 neue 10-Euro-Gedenkmünzen (außer 2006, da gab es nur vier).

Wegen des schönen Motivs ist der Silber Panda unter den Numismatikern sehr beliebt. China gibt diese Münzen seit 1982 in Gold und seit 1983 auch in Silber heraus. Bei fast allen Jahrgängen beträgt der Feinsilbergehalt 99,9 %.

Zum Gedenken an Maria Theresia (Sissi) 1717 - 1780, der Gattin des Kaisers Franz I. Stephan wird die gleichnamige Münze, der Maria-Theresien-Taler seit mehr als 200 Jahren geprägt. Die Feinheit wurde von der Königin selbst im Jahr 1753 mit 833/1000 bestimmt. Bis Oktober 1858 war der Taler in Österreich gesetzliches Zahlungsmittel.

Die seltensten und damit auch sicher teuersten Stücke (unabhängig von ihrem Nennwert) sind Hong Kong Lunar Gold und Indian Head Half Eagle Gold.

Die Beste Aufbewahrung für seine Schätze sind ein eigener Tresor oder ein Bankschließfach. Nur ist die Anschaffung eines Tresors recht kostspielig, da muss schon eine Menge Inhalt vorhanden sein, damit sich das lohnt. Andererseits sind die Gebühren eines Schließfaches ebenso bei den Überlegungen mit einzubeziehen.

Die einzelnen Münzen sollte man getrennt aufbewahren, damit sie nicht zerkratzen, denn das mindert ihren Sammlerwert. Hierzu gibt es im Fachgeschäft Kapseln und Tubes in allen erdenklichen Größen, so dass für jede Münze eine Aufbewahrung gefunden werden kann.

Wertstabilität - Silber und Gold Münzen

Wie sicher ist der Wert von Münzen aus Gold und Münzen aus Silber?
Nicht nur für Numismatiker sind Münzen aus Gold und Münzen aus Silber interessant sondern auch für Anleger, schließlich spekuliert man, in schlechten Zeiten von dem Verkauf seines Edelmetalls zu profitieren. Man hofft auf Werterhöhung und damit auf Aufstockung des eigenen Einsatzes.

Beim Verkauf zählt allerdings nicht der Kaufpreis oder der Nennwert. Nur der reine Gold- und Silberpreis sind für den Ankäufer interessant. Alles andere ist ein ideeller Wert, den keiner bezahlt. Dennoch zählt Gold nach wie vor zu den sichersten Wertanlagen auch wenn der Goldpreis neben Höhenflügen in den Achtzigern viele Einbrüche erlebte. Ein wenig trägt dazu das Flair bei, den das Gold besitzt.

Auch für Gold und Silber gelten Tagespreise, welcher derzeit für Gold bei zirka 767,00 Euro und für Silber bei 12,15 Euro je Unze (1 Unze = 31,1Gramm) liegt. Das sind zirka 24.636 Euro/kg Gold und 391,50 Euro/kg Silber.

Wer Gold- und Silbermünzen als Wertanlage kauft ist schlecht beraten, denn das, was er bezahlt hat, wird er beim Verkauf kaum bekommen. Meist machen Numismatiker hier Verluste. Wie bei Gold- und Silberschmuck zählt der ideelle und der handwerkliche Wert beim Verkauf nichts. Man erhält eigentlich nur den aktuellen Gold- oder Silberpreis auch wenn die Münze noch so gut erhalten ist. Besser beraten ist man, wenn man gleich nur Goldbarren gekauft hat.

Man sollte Münzen eher als Sammlerstück sehen, wie Briefmarken. Diese haben auch mehr wert, als das Papier, auf dem sie gedruckt wurden. Man muss nur für jedes Objekt einen Käufer finden.